Startseite | Kontakt | Impressum
Sandelsches Museum, Kirchberg/Jagst

Steinzeit - die Anfänge der menschlichen Kultur

Neue Funde aus Hohenlohe


Unter dem Motto „Steinzeit - die Anfänge der menschlichen Kultur wurde vom Kirchberger Arbeitskreis Geologie und Archäologie eine Jahres-Ausstellung im „Sandelschen Museum“ in Kirchberg/Jagst vorbereitet, welche am 2. April 2017 eröffnet wird. Über das Ausstellungsjahr organisiert der Arbeitskreis auch monatliche Veranstaltungen, zu denen herzlich eingeladen wird.

 

Diese Sonderausstellung begnügt sich nicht mit den von Arbeitskreismitgliedern in Hohenlohe-Franken gefundenen Werkzeugen aus Feuerstein (Keuperhornstein), sondern eröffnet einen allgemeinen, grenzüberschreitenden Blick auf die menschliche Kultur der Steinzeit.  

 

Im Mittelpunkt steht die bisher noch nicht gezeigte steinzeitliche Sammlung des Kriegsgerichtsrats Theodor Sandel (1861 – 1927). Er ist Stifter und Namensgeber des Kirchberger Museums. Seine Sammlung beinhaltet fast ausschließlich jungsteinzeitliche Funde aus der Zeit der Pfahlbauten. Der Begriff „Steinzeit“ umfasst aber die gesamte Menschheitsgeschichte; also rund 4 Mio Jahre, wobei immer noch Raum zurück zu den Anfängen ist. Bildlich gesprochen haben sich über 99 % der Menschheitsgeschichte in der Steinzeit abgespielt, der Rest rechnet sich ab der Bronzezeit bis heute, wobei der Name „Steinzeit“ auch deshalb stimmt, weil sich über diese immensen Zeiträume über­wiegend nur Werkzeuge aus Stein (Silex) erhalten haben.

 

Wie in einem Tresor verwahrte sogenannte ‚Höhlenfunde’ haben mitunter zigtausende von Jahren unbeschadet überlebt und geben mit ihren aus Elfenbein oder Knochen geschnitzten Klein­kunstwerken und ihren fast um den ganzen Erdball großartigen Höhlenmalereien einen Einblick in das geistige und schöpferische Schaffen unserer Altvorderen. Heute zählen diese frühen Kunstwerke zum Welt­kulturerbe und damit zum Großartigsten, das von Menschen je geschaffen wurde.  Dies alles muss gesehen werden vor den großen klimatischen Herausforderungen, welche paradiesische Warmzeiten im Wechsel zu lebensfeindlichen Eiszeiten an diese frühen „Europäer“ stellte.

 

Im Grunde waren auch sie immer Menschen des gleichen Schlages wie wir - keine Wilden – sie hatten die gleichen Empfindungen, Stärken, Schwächen und auch Träume wie wir, sie lebten allerdings fast ohne wesentlichen Eigenbesitz im Einklang mit der Natur und hinterließen uns dabei eine lebensfähige Erde.

 

In der Kirchberger Steinzeitausstellung werden überwiegend originale Fundstücke gezeigt, wobei das älteste Exponat rund 1,2 Mio. Jahre alt ist. Rekonstruktionen von Sicheln und anderen Geräten geben einen Eindruck vom Gebrauch der Werkzeuge. Leihgaben anderer Museen sowie Gebrauchsgegen­stände und Schmuck runden die Ausstellung ab.

 

Alles in allem kann man auf diese Ausstellung sehr gespannt sein, da sie im hohenlohisch-fränkischen Raum noch nie in dieser Art gezeigt wurde.

 

Die Eröffnung der Sonderausstellung ist am Sonntag, 2. April 2017 um 11.00 Uhr

 

Die Ausstellung kann bis 7. Januar 2018 sonn- und feiertags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Sandelschen Museum besichtigt werden