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Jüdisches Museum Creglingen

jüdisch jeck! Fastnacht und Purim – eine Annäherung

Sonderausstellung vom 8. Oktober bis zum 12. November 2017


Die interessanten Exponate der Schau sind von zwei Mitarbeiterinnen des Deutschen Fastnachtmuseum Kitzingen in wochenlanger Arbeit zusammengetragen worden, darunter historische Fotografien, Publikationen, Masken, Lärmgeräte und sogar eine Esther-Rolle. Das jüdische Purim-Fest und die christlich fundierte Fastnacht haben ähnliche Erscheinungsformen, die Wurzeln beider Feste aber sind höchst unterschiedlich.

 

Die Ausstellung ist der einzigartigen Verknüpfung von Karneval und jüdischen Festformen gewidmet. Insbesondere das Purim-Fest und die damit verbundene Esther-Geschichte nimmt in dieser Sonderausstellung eine zentrale Rolle ein. Die schöne Jüdin Esther wird vom persischen König zur Frau gewählt und muss ihr Volk vor dem hinterlistigen Wesir Haman retten, was der schlauen Esther auch gelingt. Zur Freude über dieses Ereignis feiern die Juden das Purim-Fest. Erwachsene und Kinder verkleiden sich an diesem Tag in traditionellen, aber auch karnevalesken Kostümen. Die Sonderausstellung zeigt, wie man das frohe Purimfest feiert – gestern wie heute. Sie können traditionelle Esther-Rollen, lärmende Ratschen, Photographien und historische Graphiken bestaunen. Für unsere jungen Besucher gibt es in der Ausstellung zudem eine Kinderecke mit einem Zelt und Kostümen zum Verkleiden.

 

Neben dem jüdischen Purim-Fest werden auch ausgewählte Biographien bedeutender jüdischer Karnevalisten präsentiert. Zu ihnen gehören der Büttenredner Hans Tobar, der Gründer des Braunschweiger Karnevalsvereins Max Jüdel, der Gründer der Narrenzunft Breisach Louis Dreyfuss, Simon Oppenheim, die erste Kölner Prinzessin Venetia sowie der Veitshöchheimer Sitzungspräsident Albert Ehrhardt, die die deutsche Fastnacht mit ihrem Humor und Witz bereichert haben. Apropros Witz! Auch der berühmte jüdische Humor darf und wird bei der Sonderausstellung „jüdisch jeck“ nicht fehlen und sorgt für Erheiterung. Eröffnet wird die Ausstellung, die jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist, am Freitag, den 6. Oktober, um 19:30 Uhr mit einem Programm des Schweinfurter Rezitators Hans Driesel „Das Esther Spiel – Geburt der Komödie?“ Der Eintritt ist frei.