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Museen

Ehemalige Synagoge

Judengasse 4
74599 Wallhausen


Telefon: 07955/9381 0 (Gemeinde Wallhausen)
Telefax:


www.synagoge-michelbach-luecke.de
info@gemeinde-wallhausen.de

Ehemalige Synagoge Wallhausen


Öffnungszeiten:

Öffnungszeiten: jeweils 1. Sonntag von Mai bis Oktober,14-17 Uhr;

auch Führungen auf dem jüd. Friedhof.

Ausschussmitglieder sind vor Ort.

Weitere Führungen und Besichtigungen nach Anmeldung



Die ehemalige Synagoge in Michelbach an der Lücke ist eine der ältesten noch erhaltenen Synagogen in Württemberg. Seit 1984 renoviert ist sie heute eine Gedenkstätte für die Geschichte der Juden in Hohenlohe-Franken. Eingeweiht wurde sie 1757, als die Zahl der jüdischen Mitbürger so groß wurde, dass der alte Betsaal nicht mehr ausreichte. Eine typische Landsynagoge mit Walmdach. Die Synagoge – auf Griechisch „Haus der Zusammenkunft” – diente als Haus des Gebets, des Lernens und der Versammlung. Sie ging damit über eine rein gottesdienstliche Nutzung weit hinaus. In ihr wurde gefeiert, es wurden Probleme miteinander besprochen oder Texte auswendig gelernt. In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurde sie nicht zerstört. Es wurde jedoch jegliche gottesdienstliche Nutzung untersagt. Nach dem Krieg diente sie als Lagerhaus für eine Getränkehandlung. Neben der Ausstellung religiöser Gebrauchsgegenstände zum Sabbat wird auch an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert. Dazu gehört eine Vitrine mit persönlichen Gegenständen von Moritz Eichberg. Von 20 deportierten Juden überlebten nur er und Thea Gundelfinger verschiedene Konzentrationslager. Anders als Thea Gundelfinger, die nach Amerika auswanderte, kehrte Eichberg nach Michelbach zurück und nahm seinen alten Beruf als Viehhändler wieder auf. Er zog schließlich nach Crailsheim und wurde nach seinem Tode 1964 auf dem jüdischen Friedhof in Crailsheim bestattet. Eine historische Rarität in der Synagoge sind hebräische Druckfragmente religiösen Inhalts aus der Zeit um 1800, die bei den Renovierungsarbeiten in einer sogenannten „Genisa” (Versteck) entdeckt worden waren. Juden achten Torarollen und Bücher, die den Gottesnamen enthalten, so hoch, dass sie diese in solchen „Genisot” aufbewahren und so vor fremdem Zugriff schützen. Diese Schriften stellen eines der wenigen originalen Zeugnisse des jüdischen Lebens in Michelbach dar. 1840 wurde etwa einen Kilometer außerhalb Michelbachs der jüdische Friedhof angelegt. Zwischen 1840 und 1900 wurden hier etwa 300 Personen bestattet, zwischen 1901 und 1938 71 Personen.



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