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Museen

Kleincomburg


74523 Schwäbisch Hall


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Kleincomburg liegt südlich gegenüber der Comburg auf halber Höhe oberhalb des Schwäbisch Haller Teilorts Steinbach. Die Kleincomburg wurde angeblich um 1108 von Graf Heinrich von Comburg-Rothenburg gegründet. Gegen die Theorie, es habe sich um ein Frauenkloster gehandelt, sprechen bauliche Gegebenheiten wie die für Frauenklöster untypische Basilikaform oder das Fehlen einer Nonnenempore. Eine andere Theorie (Eberhard Hause) besagt, dass die Kirche zu einem Witwensitz der Grafenfamilie gehörte. Seit dem 13. Jahrhundert war sie Standort einer Propstei des Klosters Comburg. 1424 ist eine solche letztmals erwähnt. 1684 überließ Comburg die Kleincomburg dem Kapuzinerorden, der erst ein Hospiz, 1713 ein Kloster einrichtete, das 1802 von Württemberg aufgehoben wurde. Nach einem Zwischenspiel als Franziskanerinnenkloster (1861-1867) ist die Anlage seit 1877 Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall. Die Kirche wird nicht mehr für Gottesdienste genutzt. Von der ursprünglichen Anlage hat sich nur die Kirche St. Ägidius erhalten, eine kreuzförmige, romanische Basilika von kurz nach 1100 in schlichtem Hirsauer Stil. In der Kuppel der Apsis und im Chorgewölbe befinden sich Wandgemälde, die 1878/79 auf Grundlage alter Spuren wiederhergestellt wurden. St. Ägidius ist die einzige weitgehend unverfälscht erhaltene romanische Kirche in der Region. Die Klostergebäude des 18. Jahrhunderts gelten als künstlerisch unbedeutend und können nicht besichtigt werden.



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